Das Herrenhaus in Grubno, erbaut in den Jahren 1857 und 1858 durch Karl Ruperti, ist ein bemerkenswertes Zeugnis spätklassizistischer Architektur. Das kompakte, rechteckige Gebäude mit elf Fensterachsen und eleganten Eckürmchen, die einst Schieferbedachungen trugen, wirkt auch heute noch beeindruckend. Ein besonderes architektonisches Detail ist die massive Veranda vor der Frontseite, die dem Haus seinen unverwechselbaren Charakter verleiht.
Wer das Anwesen besucht, wird besonders vom umliegenden Park fasziniert sein. Die 11,5 Hektar große Anlage, die im englischen Stil auf einer natürlichen Hanglage angelegt wurde, ist wie eine grüne Zeitkapsel. Mit zwei malerischen Teichen und über 1300 inventarisierten Gehölzen erzählt der Park eine eigene Geschichte: Von Bäumen, die bereits vor 1769 gepflanzt wurden, bis hin zu den jüngeren Beständen aus der Nachkriegszeit, bietet das Gelände einen faszinierenden Querschnitt der Gartenbaukunst vergangener Jahrhunderte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandelte sich die Nutzung des historischen Gebäudes, als es unter anderem als Bildungseinrichtung diente. Es steht seit vielen Jahren leer und wird zum Verkauf angeboten.





