Mittelalterliche Siedlung

Die Mittelalterliche Siedlung, eine Freifläche zwischen der Dominikanerkirche und der Stadtmauer, hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Veranstaltungsort für sommerliche Events entwickelt. Auf der großen Rasenfläche im Nordosten der Altstadt, die wahrscheinlich mehrere Jahrhunderte lang den Garten des Dominikanerklosters bildete, wird unter anderem jedes Jahr am 1. Juni der Kindertag gefeiert.

Der Haupteingang liegt an der ul. Kościelna. Außerdem gibt es einen Zugang von der Neuen Promenade aus durch ein Tor in der Stadtmauer.

Gedenktafel für Johannes Paul II.

Im April 2005 bildete das Graudenzer Tor einen Ort des stillen Gebets für den verstorbenen Heiligen Vater, an dem die Einwohner der Stadt ihre Trauer durch das Aufstellen von Grablichtern zum Ausdruck brachten. Das folgende Foto stammt vom 8. April 2005.

Am 16. Oktober 2007 enthüllten Bürgermeister Mariusz Kędzierski und Zbigniew Walkowiak, der Pfarrer der Mariengemeinde, eben an dieser Stelle eine Gedenktafel mit der Aufschrift Gott verlangt von uns keine Dinge, die uns über den Kopf wachsen zur Erinnerung an den polnischen Papst. Sie befindet sich links des Torbogens auf der Ostseite des mittelalterlichen Stadttores.

Gedenktafel für Papst Johannes Paul II. am Graudenzer Tor in Chełmno

Marktbudenumzug

Vor zwei Wochen hatte ich bereits auf die umfangreichen Baumaßnahmen am Marktplatz hingewiesen. Mittlerweile hat man sich auf die nördliche Marktseite vorgearbeitet.

Bauarbeiten 15. Juli 2012

Nordseite des Markts von Chełmno am 15. Juli 2012

Auch die nicht sonderlich hübschen Marktbuden, die bisher auf der Westseite des Rathauses standen, sind entfernt worden. Sie wurden auf einem Teil des ehemaligen Bahngeländes an der ul. Dworcowa, das noch der Stadt gehört, aufgestellt. Derzeit sind Arbeiter dabei – auch heute am Sonntag – die bisher brachliegende Fläche rings um die Buden zu pflastern.

Zukünftig sollen die Händler, die allerlei Waren auf dem altstädtischen Marktplatz angeboten hatten, dort ihre Zelte aufschlagen können. Dieser Umzug ist aber nicht unumstritten. So ist noch nicht klar, ob auch Blumen- sowie Obst- und Gemüsehändlern nach Abschluss der Modernisierung der Zutritt zum Marktplatz verwehrt wird.

Neuer Wochenmarkt in der Bauphase

Neuer Standort der Marktbuden an der ul. Dworcowa am 15. Juli 2012

Flusshafen

Flusshafen in Chełmno 2008

Die ul. Powiśle endet aus Richtung Altstadt, nachdem sie zur Überwindung des Schutzdamms eine große Schleife bildet, unmittelbar am Weichselufer und setzt sich laut Stadtplan auf der anderen Flussseite in der Nähe eines kleinen Flusshafens in Richtung Schwetz (Świecie) fort (wahrscheinlich alter Zufahrtsweg zur heute nicht mehr vorhandenen Fähre). Der Popowska Kępa genannte Bereich am anderen Weichselufer vom Flusshafen bis zur Landesstraße 91 gehört verwaltungsmäßig noch zur Stadt Culm (Chełmno).

Flusshafen an der Weichsel in Chełmno 2008

Die Aufnahmen wurden am 26. April 2008 gemacht.

Eckhaus ul. Hallera / ul. 22 Stycznia in Chełmno

Hallera 2012

Bei einem Brand im Mai 2008 war dieses Eckhaus an der ul. Hallera / ul. 22 Stycznia stark beschädigt und vorübergehend unbewohnbar geworden. Neun Familien waren damals von diesem Unglücksfall betroffen.

Mittlerweile ist es von der Eigentümergemeinschaft wieder aufgebaut worden und bildet eines der schöneren Gebäude in der südlichen Altstadt.

Ul. Powiśle

Ul. PowiśleDurch eine langgezogene Parkanlage führt die mit Kopfsteinpflaster versehene ul. Powiśle, die einzige Zufahrtsstraße zur Schiffsanlegestelle an der Weichsel. Ihre Länge beträgt rund 900 m. Rechts und links gibt es Zufahrten und Fußwege zu großen Kleingartenanlagen, die ab 1951 im Gebiet zwischen Stadt und Weichsel entstanden sind.


Die ul. Powiśle ist für den Autoverkehr freigegeben, so dass man unmittelbar bis an die Weichsel in der Nähe der Schiffsanlegestelle heranfahren und hier sein Auto abstellen kann.


Entlang der ul. Powiśle wurde 1927 ein Park angelegt, der zunächst Weichselpark genannt wurde. Damals befand sich an der Weichsel noch eine Badeanstalt, so dass ein Interesse an gepflegten Fußwegen in Richtung Fluss bestand.
In der Nachkriegszeit übernahm die örtliche Garnison die Pflege der heute sehr naturbelassenen Parkanlage, so dass diese Ende der sechziger Jahre die Bezeichnung Park der Polnischen Armee erhielt.

Quelle:
Anna Soborska-Zielińska, Parki i ogrody Chełmna, Chełmno 1999, S. 23 (Park im. Wojska Polskiego)

Die Aufnahmen stammen vom 26. April 2008.